07. Schicksal

Er war zurück, zum Glück mal wieder im Wohnmobil, Wieder mal ohne Ziel mit nem Millionendeal, Wieder ne Show gespielt, immer im großen Stil, erst wenn der Vorhang fiel, dann war er ohne sie.

Bühnen und Bretter, sie bedeuteten ihm in etwa soviel wie die Welt zu retten, ich wette, sein Ziel war nicht Held zu werden oder lang zu leben und dann alt zu sterben.

Nein, er hatte sich selbst aufgegeben und erwartete nicht mehr vom Leben, als es zu geben und anzunehmen, als aufzutreten und abzugehen.

Ja, er war mit sich selbst zwar im Reinen, dennoch gab´s ´n Grund für sein Erscheinen, denn er suchte sich und seinesgleichen um eins zu werden, eins zu erreichen.

Er kam und sah, war da und gab jedem hier sein Wort, war klar und sprach jedes Mal vor Ort sofort, als ob das letzte Mal ab jetzt egal war.

Unser Star, uns allen nah, blieb unantastbar, war unfassbar, alles, was er tat, war nicht zum Spaß, da dieser Plan von ihm gefasst war. Wie ein Laster, das ihn nicht los ließ, gab er Gas, denn er war ein Showbiz Shootingstar. Mitunter wars zwar schade, dass er nicht mehr runter kam, deswegen war´s auch jedem klar, sein Leben war das, was ihn mitnahm, auch wenn´s ihm nicht entgegen kam, man sah ´s ihm an, das war sein Schicksal.

Der Weg ging immer nur nach oben, ich gab euch alles dafür, nun ist es einsam auf dem höchsten Berg von allen. Ihr habt mich himmelhoch gehoben und ihr nahmt alles von mir, lasst mich allein, denn wenn ich spring, dann will ich fallen.

Wieder da und ohne Pause auf Tour, war wieder mal für Zuhause wie´n Fluch, seine Liebsten sahen ihn eher auf YouTube und diversen Kanälen, doch das war nicht genug.

Seine Nummer zu wählen, doch ihn nicht zu erreichen, und die quälende Angst, es könnt für immer so bleiben. Er wird nicht für uns da sein und wieder nach Haus kommen, denn das ist genau, was all die anderen auch wollen.

Und geht er zu ihnen, weil sie ihn dafür bezahln, fühlt es sich wie ein Verrat an der Familie an. Doch sein Beruf ist Berufung, was soll er auch tun, er ist ausverkauft und fast immer auf Tour.

Seine Liebe, was kriegt sie von ihm, denn er sieht sie fast nie, seine Kids sind inzwischen schon riesig. Sie sagen, sie haben die beste Mama der Welt und der Papa? ...schickt Geld

Ja, sie ahnen es nicht, er gibt ihnen nur das. Alles andere von ihm, würde sie nur belasten, er hat sie verlassen, um sie zu beschützen, denn so nah am Wahnsinn, kann er niemandem nützen.

Es war lange nicht klar und bekannt, dass er krank war, nur ihm war schon lang klar, dass er hier nicht alt wird. Doch einmal im Sanka, da war er schon fast weg, sah er den Tod, doch dieser nahm ihm die Angst weg.

Und als er zurückkam, verkaufte er Stückzahlen, die andern zu Lebzeiten niemals geglückt warn. Dass die nicht entzückt warn, das muss man hier nicht sagen, doch wenn sie mich fragen, dann war es Schicksal.

Er war ein Wanderer wie alle, die anders sind. Kaum war er irgendwo da, wollt er woanders hin, doch im letzten Angesicht gab es nichts anderes, und da verstand er, es ist Schicksal.

Ja, ich kannte Tommy, so´n bekannter Promi. Es fing alles an in sein‘ jungen Jahren als Hobby. Ein paar Jahre später war er dann der krasse Profi und gewann Awards fast in jeder Kategorie. Doch der Fame ließ ihn fühlen, er lebt im Käfig, er bekam Depressionen – regelmässig, ihm geht es schäbig, denkt, so lohnt das Leben eh nicht, hat jedes Klischee bestätigt. Der Alkohol, die Drogen, die Groupies, die falschen Freunde, die in schlechten Zeiten nicht da waren für ihn. Nach ner Zeit wurde er paranoid und traute keinem mehr, schloss sich ein, hoffte sein Schmerz ist bald vorbei. Doch es stoppt nicht, nein, es stoppt nicht, nein, er bekam es in seinen Kopf nicht rein, dass der Einzige, der was ändern kann, er ist, auch wenn das Leben nicht fair ist. Aber wer sind wir, das zu bewerten? So bekannt wird nie mehr jemand werden. Tommy war der Größte von allen hier, und sein Haus das größte von allen hier, seine Frauen die schönsten von allen hier, nie gedacht, dass er so tief fallen wird, scheint für alles, was wir kriegen hier, bezahlen wir. Es kommt immer nur drauf an, wie man`s balanciert, und wenn man falsch balanciert, meldet sich dein Schicksal. MFG wie die Fanta 4, garantiert ein Tag hier nächsten Tag is das Spotlight vielleicht auf jemand anderem hier, kann passieren, Mamma Mia, aber Tommy war nicht wie die andern hier!! Nein! Der Weg ging immer nur nach oben, ich kann euch alles nachfühlen, nun ist es einsam auf dem höchsten Berg von allen. Er hat mich immer hochgehoben und er nahm alles von mir, lass mich allein, denn wenn ich spring, dann werd ich falln.

Ref

Jeder wär gerne wie Tom, doch ein Starleben wurde zu gefährlich für Tom. So viele Berge erklommen, aus dem Kerker zu kommen schwer wie Beton, keiner war so fertig wie Tom, keiner war so ehrlich wie Tom, lern ich von Tom oder sterb´ ich wie Tom. Hoff, dass er zu seiner Beerdigung kommt und alles aus der Ferne bestaunt... Keiner war so fertig wie Tom, keiner war so ehrlich wie Tom, lern ich von Tom oder sterb´ ich wie Tom. Der Ruhm war gefährlich für Tom, keiner war so fertig wie Tom, keiner war so ehrlich wie Tom, Berge erklommen, gefallen, wie aus´m Kerker gekommen, Kopf immer schwer wie Beton, Tom.